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  • AutorenbildÖzden Sevimli

7 Gründe, warum ich MBTI, 16 Personalities, Gallup, DISC & Co nie wieder nutzen werde


MBTI, DISC, Gallup & Co are OVER

Wer kennt sie nicht: Tools für Persönlichkeitsprofile wie MBTI/Myers-Briggs-Typenindikator, 16 Personalities, den Gallup/Clifton Strengths Finder, DISC usw. Diese Systeme sind großartig, da sie uns helfen, uns selbst und andere besser zu verstehen und besser (zusammen) zu arbeiten.

Ich war immer der größte Fan und die größte Verfechterin von MBTI/ 16 Personalities, aber beim Ausfüllen der Fragebögen war ich auch immer schon verkopft, verunsichert und verärgert. Bei einigen Fragen machte es für mich einfach keinen Sinn, dass ich mich zwischen den zwei Enden einer Skala verorten sollte oder mir fielen keine Beispiele ein, wie ich mich in bestimmten Situationen normalerweise verhielt, und - für meinen Geschmack zu oft - trug ich mich dann einfach irgendwo mittig ein.

Inzwischen weiß ich, dass meine Zweifel und mein Bauchgefühl immer schon richtig waren: Fragebogen-basierte Persönlichkeits-Profiling-Tools sind in der Tat kritisch zu bewerten. Bevor man also seine Identität an diesen Testergebnissen festmacht oder Entscheidungen auf deren Basis trifft, sollte man diese großen Schwachstellen solcher Tests kennen:


1. Wir kennen uns gar nicht so gut wie wir denken

Wir sind von Natur aus biased - also vorurteilsbehaftet und blind - , wenn es darum geht, uns selbst zu beschreiben. In einigen Punkten über- oder unterschätzen wir uns und sind auch gerne mal komplett blind, was angeborene Talente oder Schwächen angeht. Wir können hier also von keinerlei Objektivität ausgehen. Wenn unsere Antworten davon abhängen, wie selbst-bewusst, reflektiert und ehrlich wir sind,  wie sehr können wir uns dann auf ihre Aussagekraft und Zielgenauigkeit verlassen?


2. Wir präsentieren uns gerne in einem bestimmten Licht

Dadurch, dass wir Fragen über uns selbst beantworten, sind diese Tests natürlich auch offen für (bewusste oder unbewusste) Manipulation. Unsere Antworten sind dann z.B. getrieben von Überlegungen wie diesen: Wie wäre ich gerne? Wie verhalte ich mich idealerweise? Welche Stärken würden sie wohl gerne in diesem Job sehen?


3. Die Skalen sind erfunden

Die Tests sind teilweise eindimensional und über-simplifiziert, während die menschliche Erfahrung multidimensional ist: Ich werde z.B. eingestuft als intro- oder extrovertiert, bin aber ambivert und verhalte mich situationsabhängig unterschiedlich. Intro- & Extroversion oder Denken und Fühlen sind eben nicht die Enden einer Skala, sondern eher Teil von verschiedenen Spektren.


4. Unsere Antworten stellen lediglich eine Momentaufnahme dar

Die Ergebnisse stellen eine Momentaufnahme dar und berücksichtigen nicht, dass Verhaltensweisen dynamisch und kontextabhängig sind. Unsere Antworten werden immer von der momentanen Situation und auch der jeweiligen mentalen, physischen und psychischen Verfassung abhängen. Letzteres ist z.B. im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus sogar nachgewiesen. 


5. Wir erfahren nicht, wer wir wirklich sind, sondern welche Masken uns unsere Umwelt übergestülpt hat

Einige Persönlichkeitsmerkmale und Verhaltensweisen basieren auf vergangenen Erfahrungen und traumatischen Erlebnissen, sind angelernte Schutzmechanismen oder Bewältigungsstrategien und sind heute ungesund für uns, werden im Test aber nur einseitig als Stärke oder fixierte Charaktereigenschaft definiert: Vielleicht bin ich in einem Elternhaus aufgewachsen, in dem Leistung das Allerwichtigste war und beantworte die Antworten aus meiner anerzogenen High-Performer-Perspektive & die Test-Ergebnisse bestätigen nur meine Wahrnehmung als “hyper-ehrgeizig”, obwohl ich eigentlich in meiner Natur eher der mitfühlende, empathische Typ bin, für den Performance-Druck kein Glücksfaktor, sondern eher der Wegbereiter für Krankheiten ist. Wenn ich in einem emotional turbulenten Haushalt aufgewachsen bin, habe ich vielleicht gelernt, ständig wie ein Thermometer die “emotionale Temperatur” der Menschen um mich herum zu messen, um sie zu besänftigen und mich zu schützen. Der Test sagt mir nun, ich bin sehr empathisch und das finde ich und alle anderen toll, aber dass es sich eigentlich um eine für den Körper, das Nervensystem, die Gesundheit sehr belastende Hyper-vigilance und Dauerstress handelt, erfahre ich nicht. In dem Sinne tragen diese Tests zum sog. Confirmation Bias bei: Die Tests bestätigen das, was ich hören will bzw. kenne, anstatt mir neue Erkenntnisse, wie eben beispielsweise zu angeeigneten ungesunden Glaubenssätzen und Verhaltensmustern zu liefern.


6. Mit MBTI & Co sich damit keine Top Teams zusammenstellen

Diese Tools taugen leider auch nicht für die Zusammenstellung oder Optimierung von Teams: Es ist ja cool, wenn man nach bestimmten Typen, Stärken, Werten einstellt, aber ob diese Persönlichkeiten dann in einer bestimmten Konstellation wirklich produktiv und effizient miteinander arbeiten können, können uns die Tests nicht sagen.


7. Wir bewerten und vergleichen die Profile miteinander

Kein Fehler der Tests, sondern eher der westlichen kapitalistischen Gesellschaft: Es gibt Typen und Eigenschaften, die die Gesellschaft oder Arbeitswelt erstrebenswerter und begehrenswerter finden als andere. So denken viele z.B. beim DISC-Modell, Führungskräfte müssten eher rot sein (Dominanz, Wettbewerb) als beispielsweise grün (Empathie, Harmonie). Damit wird einerseits vielen Menschen suggeriert, sie wären falsch oder nicht gut genug und andererseits Fortschritt und Diversität behindert. 


DAS Tool der ungefilterten Differenzierung: HUMAN DESIGN

In der School of MOJO arbeiten wir nur noch mit Human Design, da dieses System uns nicht versucht, auf willkürlichen Skalen zu verorten, uns in besser und schlechter einzusortieren, und vor allem, da es uns absolut ungefiltert. unbeschönigt, ohne Bescheidenheit sagt, als wer wir geboren wurden.

Mit diesem modernen und sehr detaillierten Framework erkennen wir, was für eine coole Socke mit einem Strauß an hoch-individuellen Eigenschaften und einer klaren Purpose/Mission wir sind. Und erfahren, was nicht zu uns gehört, wo wir blinde Flecken, Glaubenssätze, Blockaden haben. Wir erhalten eine ganz individuelle Bedienungsanleitung, wie wir leben, arbeiten und entscheiden sollten, um ein gesundes, erfülltes Leben zu leben. Anhand der Geburtsdaten können wir ganz genau sagen: 1) Wer bin ich wirklich? 2) Warum bin ich hier? 3) Was brauche ich & wie funktioniere ich? 4) Wie kann ich impact haben? 5) Wie bauen wir die besten Teams?


Kurz: Wir erfahren, als wer wir geboren wurden, bevor die Welt (und irgendwelche Tests) uns sagten, wer wir zu sein haben. Und: welche Teams funktionieren.


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